Rahmenbedingungen

Bei der Entwicklung eines so großen Areals im Herzen der Stadt stellt sich als erstes die Frage: was braucht Bietigheim-Bissingen? Und was kann dieses neue Stück Stadt für unsere Stadtgesellschaft leisten? Gibt es Anknüpfungspunkte an das, was einmal war?

Tatsächlich benötigt die Stadt dringend Flächen für Gewerbe und viele neue Wohnungen mit bezahlbaren Mieten. Dabei ist der Wohnraummangel zu einem der schwierigsten Hindernisse für Unternehmen in der Region geworden, neue Arbeitskräfte anzuwerben.

Gleichzeitig ist das heute schon hohe Verkehrsaufkommen auf der B27 als äußere Erschließungsachse eine zentrale Fragestellung: Wie kann Verkehr im neuen Bogenviertel vermieden werden?

Die Antwort liegt auf der Hand: eine Idee von Stadt, wie sie vor über 100 Jahren mit den DLW-Arbeitersiedlungen bereits umgesetzt wurde – Wohnen und Arbeiten in einem neuen, urbanen Stadtviertel.


Rahmenbedingungen Stadt und Region

Wohnraumbedarf

In Bietigheim-Bissingen besteht enormer Bedarf an neuem Wohnraum. Die Nachfrage entsteht zum einen aus Eigenbedarf, durch die eigenen Kinder aus Bietigheim-Bissingen. Zwar werden demographisch bedingt auch Wohnungen frei, allerdings kommen deutlich mehr junge Bietigheim-Bissinger ins „Bauherrenalter“ als Wohnungen frei werden. Zum anderen entsteht Wohnraumbedarf durch Arbeitskräfte: es gehen mehr Menschen in Ruhestand als junge nachrücken. Vorausgesetzt die Arbeitsplatzzahl bleibt für eine gesunde wirtschaftliche Entwicklung in Bietigheim-Bissingen gleich, so müssen diese Fachkräfte von außerhalb zuwandern – und benötigen ebenfalls Wohnungen.

Gewerbeflächenbedarf

Im Kreis Ludwigsburg werden dringend Gewerbeflächen benötigt. Auch in Bietigheim-Bissingen, zweitgrößte Stadt im Landkreis, sind die Flächenreserven nahezu erschöpft, es besteht dringender Handlungsbedarf. Das ehemalige DLW-Areal eignet sich aufgrund der verkehrsgünstigen Lage im Herzen der Stadt besonders für Forschung und Entwicklung, junge Unternehmen, Labore u.ä., die untergeordnet auch Produktionsflächen benötigen, ebenso für Büroflächen.

Rahmenbedingungen Gebiet

Lärmschutz

Durch die Lage zwischen der B27 und dem Bahnbogen ist das derzeitige Industrieareal Lärmeinwirkungen des Schienen- und Straßenverkehrs ausgesetzt. Hinzu kommen Lärmeinwirkungen aus dem nördlich angrenzenden Gewerbegebiet bigpark. Für die weitere Planung bedeutet dies, dass ein geeigneter Lärmschutz erforderlich ist, um im Innenbereich überhaupt eine Wohnnutzung zu ermöglichen.

Verkehrsbelastung

Der Streckenzug der B27 zwischen dem Knotenpunkt Stuttgarter Straße / Freiberger Straße / Poststräßle und dem Knotenpunkt Stuttgarter Straße / Auwiesenstraße ist hoch ausgelastet und in Spitzenzeiten bereits heute überlastet. Für die weitere Planung bedeutet dies, dass Mobilitätsansprüche und Verkehrsaufkommen aus dem Bogenviertel so gestaltet werden müssen, dass der Verkehr auf der B27 noch leistungsgerecht abgewickelt werden kann.

Geh- und Fahrrechte

Es besteht ein Überfahrtsrecht zugunsten des nördlich angrenzenden Gewerbegebiets inkl. Rangierbereich für LKW entlang der Nordgrenze des künftigen Bogenviertels (ehemaliges DLW-Areal), welches in der weiteren Planung zu berücksichtigen ist. Im Gegenzug besteht ein Überfahrtsrecht zugunsten des Bogenviertels auf dem nördlich angrenzenden Gewerbegebiet über die Rampe hinter McDonald’s bis zum Knotenpunkt Stuttgarter Straße / Schöllerstraße, welches in der weiteren Planung zwar nicht als Haupterschließung, aber ggf. zur Erschließung der nördlichen Teilbereiche oder als Überlauf herangezogen werden kann.

Beteiligen sie sich

Der Planungswettbewerb sieht intensive Phasen der Bürgerbeteiligung vor.
Auch heute schon sind Ihre Anregungen gefragt:

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